Gewässermonitoring

 

Gewässermonitoring

Tierisches Leben auf der Gewässersohle

Zum Makrozoobenthos gehören alle mit freiem Auge erkennbaren Tiere, die am Gewässergrund leben: Moostierchen, Schwämme, Nesseltiere, Strudelwürmer, Schnecken, Muscheln, Ringelwürmer, Milben, Flohkrebse, Krebse und Garnelen sowie zahlreiche Insekten bzw. deren Larven. Seit 1986 gehört die Arbeit mit Makrozoobenthos aus mitteleuropäischen Fließgewässern und Seen zu unseren Schwerpunkten. Publikationen zum Thema.

Probenahme

Auslesen und bestimmen

Neozoen

Steckbriefe und Links

 

 

 

 Fotos: ©HYDRA

 
Makroinvertebraten als Indikatoren des Gewässerzustands

Die Zusammensetzung des Makrozoobenthos spiegelt eine Vielzahl abiotischer Einflüsse auf das Gewässer wieder. Es kann daher zur Beurteilung des Gewässerzustandes herangezogen werden, als Belastungsindikator (Saprobienindex, Makroindex, IBGN etc.), zur Beurteilung des biologischen Gewässerzustandes (Wasserrahmenrichtlinie/EG, Modul-Stufen-Konzept/CH) und zur Beurteilung zahlreicher spezieller Einflüsse (Restwasser, Schwall-Sunk, thermische Belastung, Kolmatierung, Verbauung, Aufstauung etc.). Darüber hinaus bestimmt das Zoobenthos als wichtige Fischnahrung die Ertragsfähigkeit eines Gewässers. Und nicht zuletzt faszinieren die Wasserorganismen durch eine weite Palette von erstaunlichen Anpassungen an die verschiedensten Umweltbedingungen.

Eine noch immer unbekannte Welt

Obwohl sich viele Zoologen früherer Jahrhunderte mit Eine grosse Zahl der mitteleuropäischen und alpinen Benthosorganismen ist auch heute noch nicht in allen Entwicklungsstadien bekannt oder gar eindeutig bestimmbar. Nicht selten verbergen sich unter einer Form, die lange Zeit als gute Art angesehen wurde, mehrere unabhängige Arten, andererseits variiert das Aussehen einer Art nach Jahreszeit oder geographischer Region. Für die möglichst sichere Bestimmung wichtiger, auffallender oder auch seltener Arten ist daher häufig die Hilfe von Spezialisten erforderlich. Zur Zeit ist dabei einer der Schwerpunkte die Faunistik alpiner Heptageniiden, wobei André Wagner (Lausanne) zahlreiches konserviertes Material nachbearbeitet hat, welches jetzt über das CSCF zugänglich gemacht wird.

Aufgrund der raschen Entwicklung des Wissens auf systematisch-faunistischem und ökologischen Gebiet bemühen wir uns um eine ständige Fortbildung durch Literatur, Kurse und Tagungen. Hier sind besonders die Peak-Kurse der EAWAG und die Bestimmungskurse des DGL-Arbeitskreises "Taxonomie für die Praxis" hervorzuheben.

Zeichnung links: © Pictet