Forschung

 

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Forschung am HYDRA Institut für Meereswissenschaften



Unsere Feldstation, das Centro Marino Elba, bietet Gastforschern die Möglichkeit ihr Projekt in einer Kombination aus Freilandarbeit und Laboraufenthalt durchzuführen. Die Hauptaktivitäten finden von März bis Oktober statt, grundsätzlich ist jedoch auch über das ganze Jahr ein Forschungsaufenthalt möglich. Im Winter kann nur ein eingeschränkter Service geboten werden.

Das Centro Marino Elba versteht sich als Feldstation, deren Stärke vor allem darin liegt, forschenden Gästen auch bei der Realisierung schwieriger Projekte in situ professionell zu unterstützen.

Die Station verfügt über zwei Kursräume, die bei Bedarf für Forscher und Forschergruppen eingerichtet werden können. Zwei kleine Labors stehen ebenfalls zur Verfügung. Allgemeine Laborutensilien wie Glaswaren oder Thermometer stehen bereit, es ist jedoch dringend angeraten, die Materialverfügbarkeit vorher klar abzustimmen und gegebenenfalls alle benötigten Geräte selbst mit zu bringen. Dies gilt besonders für Verbrauchsmaterial, welches auf Elba nicht einfach zu besorgen ist.

Wir bemühen uns, nicht-tauchenden Wissenschaftlern „ihre“ Proben taucherisch zu gewinnen. Hierzu stehen uns neben den herkömmlichen Druckluft-Tauchgeräten auch Mischgastechniken bis zu einer Einsatztiefe von etwa 90 Metern zur Verfügung. Darüber hinaus sind uns befreundete Fischer behilflich, die uns aus Beifang Substrat- und Organismenproben aus bis zu 550 Metern Tiefe liefern können. Unser Standard-Planktonnetze für Oberflächenhols haben eine Maschenweite von 150µm bzw. 45µm. Nach einer möglichst präzisen Abstimmung mit dem jeweiligen Projektverantwortlichen sind wir stets bemüht, auch für kniffelige Fälle eine Lösung zu finden, und gegebenenfalls zu entwickeln.

Tauchende Forscher können bei uns unter Einhaltung üblicher Sporttauchregeln eigenständig tauchen. Bootslogistik, Mittaucher, Helfer und Hilfsmittel wie z.B. Hebesäcke, Sammelgefäße oder Unterwasserlampen werden von uns organisiert. Sicherheit ist hierbei oberstes Gebot. Alle Tauchgänge müssen mit dem Verantwortlichen der Forschungstauchbasis abgestimmt werden.

Zur Hälterung lebender Organismen stehen an der Nassbank zahlreiche Standard-Glasaquarien und Plastikwannen verschiedener Größe zur Verfügung. Für spezielle Anforderungsprofile fragen Sie bitte vorher bei uns nach. Seewasser steht bei uns täglich frisch in großen Behältern zur Verfügung.

Die Nähe zur Insel Pianosa, seit Jahrhunderten Gefängnisinsel, nun Nationalpark, eröffnet uns die einmalige Möglichkeit, im Schutzgebiet zu forschen. Pianosa besteht im Gegensatz zu Elba fast ausschließlich aus fossilen Kalksedimenten. Wir reichen für Sie Ihren Projektvorschlag bei der Verwaltung des Nationalparks Toskanischer Archipel ein und besorgen nach eingehender Prüfung die erforderliche Zugangs- und Forschungsgenehmigung.