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Newsmeldungen aus vergangenen Jahren:


YOGA & APNOE WORKSHOP 2016

Fernab vom Alltagstrubel findest Du bei uns ideale Vorraussetzungen für ein Apnoe-Erlebnis der

besonderen Art. Freediving Instructor Daniel Schärer, Yogalehrer Michael Durich und die Meeresbiologen

vom HYDRA-Team begleiten Dich durch eine spannende wie auch entspannende Kurswoche.

Infos und Anmeldung unter:

http://hydra-institute.com/de/ifm/kurse/meeresbiologischer_apnoekurs.php

 


Meeresbiologische Kurse 2016

Wir hatten ein großartiges Jahr mit euch! Danke an alle Kursteilnehmer, Praktikanten, Lehrer, Forscher, Taucher und Schnorchler!!!!

Ab sofort findet ihr das Angebot für 2016 hier auf der Webseite.

Das Kursprogramm für 2016 ist frei geschaltet und online buchbar.
Neben unserem Erfolgskurs Allgemeine Meeresbiologie für Taucher und alle, die es werden wollen haben wir im kommenden Jahr weitere Bildungsangebote im Programm.
Speziell für Lehrer, die meeresbiologische Aspekte in ihren Lehrplan einbauen möchten bieten wir eine dreitägige Fortbildung an.
Außerdem widmen wir uns dem Apnoetauchen und zeigen, wie man mit Methoden aus dem Yoga das Freitauchen für die Meeresbiologie nutzbar macht.
Fortgeschrittene Taucher können sich in einem 8-tägigen Lehrgang zum Europäischen Forschungstaucher (ESD) ausbilden lassen.

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Bewerbungsfrist für einen Praktikumsplatz in der Saison 2016 abgelaufen!

Wir danken allen BewerberInnen und freuen uns auf unser Kennenlerntreffen in München am 31.11. / 01.12.2015.

Weitere Infos findest Du hier.


 

Meeresbiologische Kurse 2015

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen der Kurse. Die Termine für 2016 sind demnächst online!

 

Das neue Kursprogramm des HYDRA Instituts für Meereswissenschaften für 2015 ist jetzt online buchbar. Studierende und Interessierte können aus dem bewährten Angebot thematisch verschiedener Exkursionen auswählen. Die zehntägigen Veranstaltungen finden an der Feldstation auf der italienischen Insel Elba statt. Alle Kurse sind für ausgebildete Taucher geeignet. Teilnehmer ohne Taucherfahrung machen kursbegleitend eine international anerkannte Tauchausbildung. Außerdem stehen Module der Ausbildung zum European Scientific Diver zur Auswahl. Alle Kurse sind entsprechend den Anforderungen des ECTS-Programms strukturiert und werden von vielen Universitäten anerkannt.

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Verlängerung der Bewerbungsfrist für Praktika 
(Feldstation oder Tauch-/Schnorchelbasis)

 

Treffen im Januar in Kassel

 

 

AUFGEPASST: Das HYDRA-Team Elba möchte Dich in Deutschland kennenlernen. Unsere Auswahlgespräche finden am 4. und 5. Januar 2015 in Kassel statt.

ACHTUNG: Alle, die sich erst für die 2. Saisonhälfte bewerben möchten, sollten nicht bis Februar warten, sondern die Gelegenheit nutzen uns schon im Januar persönlich zu treffen! Außerdem geht die Praktikantenbörse in die Verlängerung. Bewirb dich noch bis zum 31.12.2014 für ein Praktikum auf der Feldstation oder auf der Tauch- und Schnorchelbasis. .


Little Salt Spring Expedition 2014

HYDRA-Forscher nehmen an Reise in die Erd-Urzeit teil

 

 

Ein kleiner See in einem der letzten Urwaldreste umringt von Wohngebieten im Südwesten Floridas birgt ein Geheimnis, das das Team um Astrobiologin Prof. Dr. Jennifer Macalady von der Penn State University in die Zeit von vor drei Milliarden Jahren zurückblicken läßt. Im Einsturztrichter des gerade einmal 78 Meter durchmessenden Karstsees Little Salt Spring bilden sich jedes Jahr im Herbst dichte Rasen von Bakterien, sogenannte Biofilme, die den sandigen Boden vollständig mit einer leicht schleimigen purpurfarbenen Schicht überziehen. Zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Trinity Hamilton und ihrem Doktoranden Christian Clark untersucht Jenn wie die Bakterien Licht nutzen und unter welchen Bedingungen Sauerstoff entsteht. Das Wechselspiel von anoxigener und oxigener Photoynthese steht dabei im Mittelpunkt. Little Salt Spring weist eine besondere Wasserchemie auf. Sauerstoff und Schwefelwasserstoff kommen in niedrigen Konzentrationen nebeneinander vor und könnten den Bakterien ähnliche Bedingungen wie in den Weltmeeren vor 3 Milliarden Jahren bieten. Ziel ist es, herauszufinden, wie es vor etwa 2,5 Milliarden Jahren zu einem starken Anstieg von Sauerstoff in der Atmosphäre kommen konnte, bzw. welche Prozesse dies vorher verhindert hatten.
Zu Beginn der zehntägigen Expedition warteten alle gespannt auf die Rückkehr der Taucher. Würde es genügend große Flächen an Biofilm geben? Groß war die Freude, als das Tauchteam unter der Leitung von Christian Clark die ersten Proben zur Oberfläche brachte und die Videoaufnahmen gesichtet wurden. Die Bakterienblüte war in vollem Gange. Dr. Dirk de Beer und Dr. Anthony Dron von der Mikrosensorgruppe des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie konnten nun im Feldlabor beginnen, das Photosyntheseverhalten der Bakterienmatten unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen. Dr. Miriam Weber und Christian Lott vom HYDRA Institut für Meereswissenschaften waren für die Messungen und Versuche unter Wasser zuständig. So wurden das Lichtregime im See qualitativ und quantitativ vermessen und mit dem tauchergestützten Mikrosensor-System (Diver-operated microsensor system, DOMS) pH, Sauerstoff- und Sulfidkonzentrationen im Biofilm über den Tagesverlauf aufgezeichnet. Erstmalig konnte mit dem DOMS auch die spektrale Zusammensetzung des Lichts im Innern der Bakterienmatte gemessen werden. Am Seegrund selbst wurden auch Versuche zur Aufnahme von markiertem Kohlenstoff durchgeführt, um die Stoffwechselprozesse in der Matte besser verstehen zu können. Trinity konnte zahlreiche Wasser- und Biofilmproben für die weitere Analyse und zur Kultivierung im Labor aufbereiten. Die Studie könnte helfen, nicht nur die Entwicklung der Atmosphäre auf unserer Erde besser zu verstehen, sondern auch eine Idee von möglichen Lebenstrategien auf anderen Planeten zu entwickeln.

Website von Jenns Arbeitgruppe

Webiste von Dirks Arbeitsgruppe


Neuer Info-Flyer zum EU-Projekt "Open-Bio"

HYDRA ist Forschungspartner zum Thema Abbau von bio-basierten Polymeren im Meer

 

 

Das von der Europäischen Kommission auf 3 Jahre geförderte Projekt zielt auf eine Beschleunigung der Einführung von Standards, Kennzeichnungen und einheitlichen Produktinformationen für bio-basierte Produkte in Europa ab. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch das Verhalten der Produkte, wenn sie während des Gebrauchs oder am Ende ihrer Nutzungsdauer in die Umwelt gelangen. Das HYDRA-Institut für Meereswissenschaften führt hierzu Tests an verschiedenen bio-basierten Kunststoffen unter marinen Bedingungen durch. Die Ergebnisse aus dem Freiland, die in enger Abstimmung mit weiteren Projektpartnern validiert werden, sollen helfen, verlässliche Aussagen über die biologische Abbaubarkeit der Testmaterialien machen zu können. Unter Berücksichtigung der Umweltparameter können dann standardisierte Labortests entwickelt werden, die es erlauben, bio-basierte Materialien im Labor auf ihr Verhalten in der marinen Umwelt zu untersuchen und dies mit einer entsprechenden Kennzeichnung dem Verbraucher mitzuteilen. Das Foto zeigt die HYDRA-Wissenschaftler Boris Unger und Dorothée Makarow während der Probennahme an den Versuchsaufbauten in 40 Metern Tiefe im Mittelmeer.

Den Flyer und mehr Infos zum Projekt finden Sie hier

 


 

 

Spielen Farbstoffe eine Rolle beim Aufbau von Muschelschalen?

Konfokale Raman-Mikroskopie zeigt die Verteilung von Polyenen in der Schale von Arctica islandica

 

 

Kristina Stemmer, Dozentin und Forscherin am HYDRA Institut für Meereswissenschaften, konnte zusammen mit ihrem Kollegen Gernot Nehrke vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven die Verteilung farbiger Polyene nicht nur an der Oberfläche, sondern auch innerhalb der Schale eines der langlebigsten Meerestiere darstellen. Die Muschel Arctica islandica kommt in den kühleren Gewässern des Nordatlantiks vor und wird nachweislich mehr als 350 Jahre alt. Während der Untersuchungen möglicher Effekte der Ozeanversauerung verglichen die Forscher Schalen aus verschiedenen geografischen Regionen, um Unterschiede der Molekülkettenlängen der Pigmente im Bezug zum Mikroklima ihres Herkunftsortes nachzuweisen. Was als qualitative Studie der Polyene selbst begann, mündete in der Entdeckung von Pigmentlinien auch innerhalb der Mineralmatrix der Schale. Dies legt nahe, dass Polyene beim Schalenaufbau eine bislang noch unbekannte Rolle spielen.

Titel der Originalveröffentlichung:

Stemmer and Nehrke (2014): The distribution of polyenes in the shell of Arctica islandica from North Atlantic localities: A confocal Raman microscopy study.
Journal of Molluscan Studies, first published online June 9, 2014 doi:10.1093/mollus/eyu033.

Download des Open-Access-Artikels hier.

 

 


 

2. Internationaler Feld-Workshop zu Flachwassersymbiosen: "From the Genome to the Environment and Back"

 

 

mit Unterstützung vonEuropean CommissionSeventh Framework Programme (FP7)Marie Curie Actions - Promoting passionate People

 

Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2014 fand an der Feldstation des HYDRA Instituts auf Elba der zweite internationale Workshop im Rahmen des Marie Curie Initial Training Networks (ITN) "SYMBIOMICS - Molecular Ecology and Evolution of Bacterial Symbionts" statt. Projektleiterin Prof. Dr. Nicole Dubilier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, hatte 16 der wichtigsten Experten auf dem Gebiet chemoautotropher mariner Symbiosen sowie 17 Studenten und Nachwuchswissenschaftler nach Elba eingeladen, um gemeinsam zu forschen, zu diskutieren und Kenntnisse auszutauschen. Die Koordination des Workshops oblag Dr. Miriam Weber vom HYDRA-Institut für Meereswissenschaften.

TeilnehmerInnen

(hintere Reihe, von links nach rechts) Freddy Cadera (HYDRA), Pete Girguis (Harvard University), Jessica Panzarino (Havard University), Manuel Liebeke (MPI Bremen), Dan Distel (Northeastern University), Reuben Shipway (Northeastern University), Chuck Fisher (Penn State University), Mike Hadfield (University of Hawai'i at Manoa), Mario Schimak (MPI Bremen), 

(Mitte, stehend, von links) Nicole Dubilier (MPI Bremen), Margret McFall-Ngai (University of Wisconsin-Madison),  Boris Unger (HYDRA), Miriam Weber (HYDRA), Jofi Fischer (HYDRA), Niko Leisch (Uni Wien), Jörg Ott (Uni Wien), Hannah Marchant (MPI Bremen), Christian Lott (HYDRA), Miriam Brandt (MPI Bremen), Julian Rau (HYDRA), Colleen Cavanaugh (Harvard University), Manuel Kleiner (MPI Bremen), Simon Niederbacher (HYDRA), Brandon Seah (MPI Bremen), Johanna Wiedling (HYDRA), Harald Gruber-Vodicka (MPI Bremen), Rich Dannenberg (Penn State University), Joey Pakes (Harvard University), Julia Kesting (Uni Wien), Doro Makarow (HYDRA), Marie Wolff (HYDRA),

(Mitte, sitzend) Marcel Kuypers (MPI Bremen), Silvia Moriano Gutierrez (University of Wisconsin-Madison), Anne-Christin Kreutzmann (MPI Bremen), Florian Scharhauser (Uni Wien), Ned Ruby (University of Wisconsin-Madison), Oliver Jäckle (MPI Bremen), Nadine Lehnen (MPI Bremen),

(vorne) Kristina Stemmer (HYDRA), Monka Bright (Uni Wien), Jingchun Li (Harvard University), Rebecca Ansorge (MPI Bremen), Andie Chan (Penn State University), Juliane Wippler (MPI Bremen), Hanna Kuhfuß (HYDRA), Matze Schneider (HYDRA). Missing: Dirk de Beer (MPI Bremen).

Mehr Infos hier.

 


Meeresbiologische Kurse 2014

Sommertermine noch online buchbar!

 

Das neue Kursprogramm des HYDRA Instituts für Meereswissenschaften für 2014 ist noch online buchbar. Zu weiteren sechs Terminen können Studierende und Interessierte aus dem bewährten Angebot thematisch verschiedener Exkursionen auswählen. Die zehntägigen Veranstaltungen finden an der Feldstation auf der italienischen Insel Elba statt. Alle Kurse sind für ausgebildete Taucher geeignet. Teilnehmer ohne Taucherfahrung machen kursbegleitend eine international anerkannte Tauchausbildung. Außerdem stehen einige Module der Ausbildung zum European Scientific Diver zur Auswahl sowie zwei aufeinander aufbauende Module zum wissenschaftlichen Tauchen. Der Kurs Methoden der Unterwasserforschung kann nur von Tauchern gebucht werden. Alle Kurse sind entsprechend den Anforderungen des ECTS-Programms strukturiert und werden von vielen Universitäten anerkannt.

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Geschichten aus dem Mittelmeer

Welt der Tiere TV Double Feature am Wochenende

"Farm der Delfine" und "Im Meer der Jäger" im Bayerischen Fernsehen

 

Die Farm der Delfine:

Samstag, 26. April 2014, 09.30 h im Bayerischen Fernsehen/BR alpha

Aus dem BR-Pressetext: "Delfine und Fischer sind Konkurrenten um die letzten Ressourcen des Mittelmeers. Doch im Golfo Aranci in Sardinien klappt das Zusammenleben - in der Farm der Delfine.

Fisch wird knapp und es wird mit immer härteren Bandagen gegen die Meeressäuger vorgegangen. Sogar mit Gewehren und Sprengladungen wird gearbeitet! Denn die Delfine stehlen den Fischern den Fang aus den Netzen. Doch es gibt einen Ort, wo alles friedlich verläuft. In Golfo Aranci in Sardinien kommen Delfine in eine Fischfarm, werden wissenschaftlich überwacht und leben von den frei schwimmenden Fischschwärmen, die von den Nährstoffen angelockt werden, die Fütterungen und die gefangenen Fische in den Netzen freisetzen. Einzigartige Interaktionen sind zu beobachten. Denn die Gruppe von 17 großen Tümmlern hat ihr Wanderverhalten aufgegeben. Redaktion: Bernd Strobel, BR"

  

Im Meer der Jäger:

Sonntag, 27. April 2014, 15.15 h im Bayerischen Fernsehen

Aus dem BR-Pressetext: "Die Urlauber fürchten sie: die Jäger und Killer aus der Tiefe der Meere. Sogar an den Stränden des Tourismusmagnets Mittelmeer sollen sich zahllose Bewohner tummeln, die Badefreuden trüben. Von der Qualle, die mit tausenden Giftpfeilen Narben hinterlässt bis zum angeblich tödlichen Stich des im Sand verborgenen Petermännchens. Vom Blauhai bis zum gigantischen Sechskiemer aus der Tiefsee. Der Biologe Christian Lott ist den Jägern auf der Spur. Doch seine Reisen durch die Unterwasserwelt der "Mare Nostrum" zeichnen ein anderes Bild. Die großen Unter-Wasser-Jäger wie Haie, Thunfisch oder der riesige Zackenbarsch sind vom Aussterben bedroht. Kann man die wunderbaren Tiere noch retten? Redaktion: Bernd Strobel, BR"


 

Abendvortrag "Die verlorene Antarktis"

MONTAG, 07. April 2014, PORTOFERRAIO/INSEL ELBA

Prof. James McClintock (Uni Birmingham, Alabama, USA)

Im Rahmen seiner Mittelmeerreise besucht unser Kollege James McClintock auch unsere Feldstation und wird in einem öffentlichen Vortrag über seine dreißigjährige Erfahrung in der Antarktis berichten. Der Vortrag findet auf englisch und italienisch statt.

Infos zu James B. McClintock: www.lostantarctica.com

Presentazione divulgativa "L'Antartide che perdiamo"

LUNEDÌ, 07  Aprile 2014, PORTOFERRAIO, ISOLA D' ELBA

Prof. James McClintock (Uni Birmingham, Alabama, USA)

Mentre gira per i paesi del Mediterraneo James McClintock sta visitando anche la nostra Field Station all'Isola d'Elba e darà una presentazione pubblica sulla sua esperienza di trent'anni di ricerca in Antartide. La presentazione si svolge in inglese ed italiano, ma sopratutto parleranno le immagini.

più informazioni su James McClintock: www.lostantarctica.com

 


HYDRA Institut für Meereswissenschaften goes Deutsches Museum, München

Beitrag zur neuen Abteilung Meeresforschung

Unser Ichthyologe und Tiefsee-Experte Matthias Schneider hat auf Anfrage des Deutschen Museums in München die Redaktion der Schautafeln für die Tiefseeorganismen übernommen.
Bei der Eröffnungsfeier war auch eine Abordnung der HYDRA - Jugend vertreten, die sichtlich erfreut und interessiert durch die neuen Räumlichkeiten schlenderte um diverse spannende Schaustücke zu bewundern.
Unser Tipp: Ein Besuch in München lohnt sich nicht zuletzt der Meeresbiologie zuliebe!

 

 


TV Magazinbeitrag auf Europas größtem Nachrichtensender EURONEWS

Videos über die marinen Aktivitäten von HYDRA in 14 Sprachen online sehen

 

Sehen Sie die ganze Sendung mit zwei weiteren Beiträgen (09:55) oder steigen Sie zum Bericht über HYDRA bei 06:10 ein.

DEUTSCH
http://de.euronews.com/2013/12/27/die-elemente-im-bildungsalltag/

ENGLISH
http://www.euronews.com/2013/12/27/air-fire-and-water/

ITALIANO
http://it.euronews.com/2013/12/27/la-forza-degli-elementi-aria-fuoco-e-acqua/

ESPAÑOL
http://es.euronews.com/2013/12/27/ensenar-el-aire-el-agua-y-el-fuego/

und 10 weitere Sprachen auf der EURONEWS Website.

 

 



In einer Woche rund um das Mittelmeer

Unsere neuester TV Doku-Fünfteiler zur Weihnachtszeit auf ARTE

„Expedition Mittelmeer – Méditerranée sauvage“

Zwei Jahre Dreharbeiten für den Mittelmeerfilm. Impressionen:

Tausende Kilometer im Auto, hunderte Tage auf See, viele Wochen unter Wasser, still sitzen für 15 Minuten vor einem winzigen Tierchen, bei dem Versuch, trotz mächtiger Dünung scharf zu stellen. Sich in bisher unerforschte Unterwasserhöhlen hinein zwängen, um auf einer kleinen Insel in der Ägais in einer bislang unbekannten Kolonie den seltensten Meeressäuger zu finden: die Mönchsrobbe. Im Zickzack durch die tiefblauen Gewässer des Ionischen Meeres, auf der Jagd nach dem größten Raubtier unseres Planeten, dem Pottwal. Nachttauchgänge mit Mischgas bei mehreren Knoten Strömung in der Straße von Messina, um den seltenen Sechskiemen-Hai aufzuspüren. Gefangen im dichten Nebel, nachts weit draußen vor den Balearen, auf einem 102 Jahre alten Forschungskutter, der eher einem Piratenschiff ähnelt. Und dann einen schweren Mistral abreiten, mit beiden Ankern draußen, und sie beginnen zu rutschen. Schulen von Delfinen um das Schiff, Meeresschildkröten aus nächster Nähe, zum Greifen nah, ruhend an der Meeresoberfläche. Gruppen von Pilotwalen, mal scheu, mal neugierig, und die riesenhaften Bullen nervös besorgt um den erst wenige Tage alten Nachwuchs, der die Kamera inspiziert....

 

„Expedition Mittelmeer – Méditerranée sauvage“

(1): Mythen. Montag, 16. Dezember 2013, 19.30 Uhr, (Wdh. Mo., 23.12., 07.40 h) ARTE

(2): Grenzgänger. Dienstag, 17. Dezember 2013, 19.30 Uhr, (Wdh. Di., 24.12., 07.40 h) ARTE

(3): Wanderer. Mittwoch, 18. Dezember 2013, 19.30 Uhr, (Wdh. Mi., 25.12., 07.45 h) ARTE

(4): Jäger. Donnerstag, 19. Dezember 2013, 19.30 Uhr, (Wdh. Do., 26.12., 07.45 h) ARTE

(5): Die letzten ihrer Art. Freitag, 20. Dezember 2013, 19.30 Uhr, (Wdh. Fr., 27.12., 07.45 h) ARTE

 

mehr auf ARTE TV: http://www.arte.tv/guide/de/045506-003/expedition-mittelmeer-1-5


 

 

 

In einer Woche um die Welt:

Unser Doku-Fünfteiler wird auf ARTE wiederholt

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

 

Für Teil 3 „Kanada“ (Mittwoch 04. Dezember, 15.50h) und Teil 4 „Atlantik“ (Donnerstag, 05. Dezember, 15.50h) haben wir uns zusammen mit Florian Guthknecht (BR) in reißenden Flüssen Hunderttausenden von Lachsen gestellt, mit Seelöwen und Seeelefanten getaucht, Riesenoktopus und Wolfsfisch aufgespürt und uns von Buckelwalen „umarmen“ lassen.

Hier die Infos und Sendetermine zur gesamten Serie:

Fünf Kamerateams sind dem 50. Breitengrad, der auch mitten durch Europa führt, einmal rund um die Erde gefolgt. Auf ihrer 30.000 Kilometer langen Reise, immer der Sonne entgegen, haben sie ganze Kontinente durchquert und riesige Ozeane überwunden. Obwohl sich die Expeditionen stets in den gleichen Breiten bewegen, finden sie je nach Region sehr unterschiedliche Klimata und Landschaften vor.

 

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

(1): Zentralasien. Montag, 02. Dezember 2013, 15.40 Uhr, (Wdh. Sa. 07.12., 13.05; Mo., 16.12., 10.25 h) ARTE

(2): Kamtschatka. Dienstag, 03. Dezember 2013, 15.45 Uhr, (Wdh. Di., 17.12., 10.25 h) ARTE

(3): Kanada. Mittwoch, 04. Dezember 2013, 15.50 Uhr, (Wdh. Mi., 18.12., 10.25 h) ARTE

(4): Atlantik. Donnerstag, 05. Dezember 2013, 15.50 Uhr, (Wdh. Di., 10.12., 15.45 h; Do., 19.12., 10.25 h) ARTE

(5): Europa. Freitag, 06. Dezember 2013, 15.50 Uhr, (Wdh. Sa., 07.12., 12.20 h; Fr., 20.12., 10.30 h) ARTE

 



Einfluss der Ozeanversauerung auf Schalenbildung bei Muscheln

Neue Studie zeigt: Biomineralisation von Arctica islandica durch erhöhten CO2-Gehalt nicht beeinflusst

 

 

MIt einem Höchstalter von über 350 Jahren gehört die Islandmuschel Arctica islandica zu den langlebigsten Tieren unseres Planeten. Sie dient außer für Untersuchungen zur Langlebigkeit auch als Studienobjekt für den Einfluss von Umweltveränderungen auf Kalkschalen bildende Organismen. Kristina Stemmer hat in ihrer Doktorarbeit unter anderem über den Einfluss veränderten Kohlendioxidgehaltes auf die Mechanismen der Schalenbildung gearbeitet. Zusammen mit ihren Kollegen konnte sie zeigen, dass der ein erhöhter CO2-Gehalt keinen Einfluss auf das Schalenwachstum oder die Kristallmikrostruktur hat. Dies legt nahe, dass A. islandica an einen größeren Bereich von CO2-Konzentrationen angepasst ist, als es für andere Arten bekannt ist. Arctica islandica ist somit besonders geeignet für Klimauntersuchungen, da diese nicht durch Veränderungen der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre und damit im Meer verzerrt werden.

Dr. Kristina Stemmer ist Biologin und Dozentin am HYDRA Institut für Meereswissenschaften.

Titel der Originalpublikation:

Stemmer K, Nehrke G, Brey T (2013) Elevated CO2 Levels do not Affect the Shell Structure of the Bivalve Arctica islandica from the Western Baltic.

PLoS ONE 8(7): e70106. doi:10.1371/journal.pone.0070106

 


 

 

Fernsehtipp: Unsere Doku über die Mittelmeermönchsrobbe

Sonntag, 18. August, 2013 um 15 h im Bayerischen Fernsehen

 

 

Über zwei Jahren war HYDRA in die Produktion einer fünfteiligen Fernsehserie über das Mittelmeer eingebunden. Die letzten Aufnahmen haben wir vor gerade mal einem Monat gemacht und nun ist es an unseren Kollegen, die Arbeit im Schnitt und der Fertigstellung zu vollenden. Die Serie wird im Winter auf ARTE zu sehen sein und einer der fünf Teile wird als Eröffnungsvorstellung beim Greenscreen Festival in Eckernförde im September gezeigt werden. Da wir so viele wunderbare Menschen getroffen haben, die uns an ihrer Foschung und ihrem Bemühen zum Schutz des MIttelmeeres teilhaben ließen, konnten wir tolle Geschichten und atemberaubende Aufnahmen einfangen. Um diesen Themen mehr Raum zu geben, als es in den 52-minütigen Serienfilmen möglich ist, entschied der Bayerische Rundfunk in der Reihe "Welt der Tiere" einzelne Themen ausführlicher darzustellen. Am Sonntag, den 18. August läuft um 15 Uhr nun unser Porträt der Mittelmeermönchsrobbe und ihrer Retter.
Infos

Vielen herzlichen Dank an unsere Biologenkollegen Panos, Stella und Alexandros von der griechischen Mönchsrobben-Schutzorganisation MOm für Ihre Freundschaft und Hingabe, die dieses Projekt zu einem ganz besonderen werden ließen. Mehr Infos zu ihrer Arbeit hier.

 


 

Die Entdeckung der "Verbotenen Insel"

Elbas Nachbarinsel Pianosa unter strengen Auflagen zum Tauchen geöffnet

 


Die italienische Insel Pianosa im Südwesten der großen Schwester Elba war seit Jahrhunderten Gefängnis, bis sie vor 15 Jahren in den Nationalpark Toskanischer Archipel eingegliedert wurde. Nun wagt die Nationalparkverwaltung eine vorsichtige Öffnung der Gewässer für Taucher. Unter strengen Auflagen können ab sofort vier ausgewählte, durch Bojen gekennzeichnete Spots betaucht werden. Diese dürfen nur zugelassene Tauchbasen nach vorheriger Anmeldung anfahren. Die Taucher müssen von einem staatlich geprüften Umweltguide begleitet werden. Der Aufwand lohnt sich: In der Schutzzone 1 des Nationalparks locken Steilwände bis 50 Meter Tiefe, Gorgonienwälder und Zackenbarsche. Dazu saisonal Adlerrochen, Mondfische sowie Schwärme von Barrakudas und Bernsteinmakrelen. Wer das Mittelmeer von seiner besten Seite entdecken möchte, bekommt Informationen bei der Vereinigung der Tauchbasen Elbas (www.elbaced.it) und beim Nationalpark Toskanischer Archipel (www.islepark.it). Das HYDRA Institut für Meereswissenschaften ist beim Nationalpark akkreditiert und kann die Tauchgebiete für seine Lehrveranstaltungen nutzen. (Fotos: Fabio Agostinelli/Christian Lott/CED)

 

HYDRA ist Mitglied im CED, dem Zusammenschluss Elbanischer Tauchbasen und arbeitet eng mit dem Nationalpark zusammen.

 

 

 


"Mare pulito" wieder großer Erfolg

 

Mitte April fand in den Kommunen Elbas und Capraias wieder die Aktion „Mare pulito“ statt. Fast 100 Schüler der Schule in Marina di Campo sind dafür in die Galenzana-Bucht gekommen, um den Strand zu reinigen. Neben dem Müll stand das reine Naturerlebnis im Vordergrund: Ökologie - Unterricht im und am Meer mit Biologen des HYDRA-Instituts für Meereswissenschaften. Die mitgebrachten Mikroskope halfen, Tiere des Flachwassers allen buchstäblich „näher“ zu bringen. Am Ende hatten die Kinder nicht nur viel Müll gesammelt, sondern auch einen herrlichen Tag am Meer erlebt und ökologische Zusammenhänge verstanden.

"Mare pulito" ist eine Initiative des Zusammenschlusses der Tauchbasen Elbas (CED) und findet einmal jährlich im Frühjahr statt. Mehr Infos unter www.elbaced.it.

 


HYDRA startet Marine Science Training Network

Sommerkurse auf dem Segelschiff mit unserem neuen Partner

KAI Marine Services als Ergänzung zu unserem

Meeresbiologie-Programm auf Elba

 

Mit unserem neuen Partner KAI Marine Services, einer privaten spanischen Forschungs- und Consultingfirma, die unter anderem die spanische Regierung in Umweltfragen berät, haben wir das MARINE SCIENCE TRAINING NETWORK gegründet. Als Auftakt für eine gemeinsame Ausbildungsinitiative im marinen Bereich haben wir zusammen mit KAI Marine Services ein Sommerkursprogramm zum Thema Hochseegemeinschaften, mit Schwerpunkt auf die Untersuchung großer pelagischer Tiere wie Wale, Delfine, Schildkröten, Seevögel, Haie und Tunfische entwickelt. In einwöchigen Kursen an Bord eines Segelschiffes können bis zu 8 Studenten aktiv an laufenden Forschungsprojekten wie dem EU-Projekt LIFE+ MIGRATE zu Walen und Schildkröten um Malta und OASIS (in Zusammenarbeit mit der amerikanischen NOAA) teilnehmen. Wie untersucht man große pelagische Tiere in der "blauen Wüste" der Hochsee, um zuverlässige wissenschaftliche Daten zu gewinnen, die helfen können, dieses empfindliche Ökosystem besser zu schützen? Wie verhält man sich auf einem Forschungsschiff und wie organisiert man das tägliche Leben? Wie können Delfine, Schildkröten und andere große Hochseetiere des Mittelmeeres gesucht, gefunden, identifiziert und beprobt werden? Dies sind einige Fragen, die während der intensiven Feldkurse beantwortet werden.

Mehr Infos:

Marine Science Training Network

Information on Great Pelagics Field Courses around Malta 2013 (English only)

KAIexpeditions Website und Video

Information and Anmeldung zu den Kursen auf Elba 2013

 


Meeresbiologische Kurse 2013

online buchbar!

 

Das neue Kursprogramm des HYDRA Instituts für Meereswissenschaften für 2013 ist jetzt online buchbar. Zu acht Terminen können Studierende und Interessierte aus dem bewährten Angebot thematisch verschiedener Exkursionen auswählen. Die zehntägigen Veranstaltungen finden an der Feldstation auf der italienischen Insel Elba statt. Alle Kurse sind für ausgebildete Taucher geeignet. Teilnehmer ohne Taucherfahrung machen kursbegleitend eine international anerkannte Tauchausbildung. Der Kurs Methoden der Unterwasserforschung kann nur von Tauchern gebucht werden. Alle Kurse sind entsprechend den Anforderungen des ECTS-Programms strukturiert und werden von vielen Universitäten anerkannt

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Riesen-"Goldfisch" vor Kenia

Neue HYDRA-Publikation zur Verbreitung von Meganthias natalensis

 

Co-Autor Michael Janke mit dem Fang. Der Köder hat eine Länge von etwa 25 cm.

Wer schon einmal im tropischen Korallenriff schnorcheln oder tauchen war, kennt die oft bunt gefärbten Fahnenbarsche, die in Gruppen das Riff bevölkern. Auch im Mittelmeer ist eine Art, Anthias anthias, in Tiefen ab 20 Metern regelmäßig anzutreffen. Allerdings sind die Flachwasserarten selten größer als 10 Zentimeter.
Der HYDRA-Fischexperte Matthias Schneider berichtet in der elektronischen Zeitschrift Marine Biodiversity Records über den Fang eines Riesenfahnenbarsches der Gattung Meganthias, den Michael Janke, Techniker an der Biologischen Anstalt Helgoland, vor Kenia machte.
Der Fisch wurde mit einer Angel aus 150 Metern Tiefe über einem Felsplateau 10 Seemeilen vor der Küste gefangen. Dies ist der erste Nachweis im äquatornahen Afrika. Bisherige Funde befanden sich entlang der Küste des Indischen Ozeans von Südafrika und Mozambique sowie auf den Inseln Réunion und Seychellen.
Beeindruckend ist neben seiner auffälligen Färbung des Fisches vor allem die Größe. Bei einer Standardlänge (Kieferspitze bis Schwanzstiel) von etwa 40 cm beträgt die Gesamtlänge fast 70 cm.
Matthias Schneider ist Ichthyologe und Dozent am HYDRA Institut für Meereswissenschaften. Gegenstand seiner Forschungsarbeit am Senckenberg Forschungsinstitut und Museum Frankfurt sind die abyssalen und bathyalen Tiefseefische des Atlantiks.

Titel der Originalpublikation:

Schneider M. & Janke M. (2013). First record of gorgeous swallowtail Meganthias natalensis, an anthiniine fish (Actinopterygii: Serranidae: Anthiniinae) from Kenyan waters.
Marine Biodiversity Records, vol. 6, e22, 2013, 4 p.
doi:10.1017/S1755267212001327


 

HYDRA ist Sponsor von YOUMARES 4.0

YOUMARES AWARD: Bewerbungsschluss 20. Juli 2013

 


School on the Beach Fetovaia 2012

Einladung zum Tag der Meeresbiologie zum Mitmachen

Nach dem großen Erfolg, den die öffentlichen Wissenschaftsveranstaltungen am Strand von Fetovaia in den letzten Jahren hatten, geht es beim Event am 5. Oktober mit einer Neuerung weiter: Zum ersten Mal ist der neugegründete Verein AQUEIS e.V. Schirmherr von School on the Beach.

 

 


Die Schildkröte namens HYDRA

Besenderte Meeresschildkröte legt im Mittelmeer 1500 km in 5 Wochen zurück

 

Die Meeresbiologen Ricardo Sagarminaga (KAI Marine) und Boris Unger (HYDRA) bringen die gefangene Schildkröte zum Schiff um den Sender anzubringen

Schätzungen zufolge halten sich ganzjährig etwa 10000 Unechte Karettschildkröten (Caretta caretta) in den Gewässern südlich der Balearischen Inseln auf. Nistplätze der Schildkröten befinden sich heutzutage allerdings nur noch im Osten des Mittelmeeres, die meisten in der Türkei und in Griechenland. Aber wenn man meint, die Schildkröten zögen nach einigen Jahren des "Rumhängens" um die Partyinseln Ibiza und Mallorca nach Osten, um ihre Eier abzulegen, liegt man verkehrt. Diese juvenilen und noch unreifen Tiere werden eines Tages wieder die lange Reise über den Atlantik antreten und an den Strand zurückkehren, an dem sie in der Karibik aus dem Nest gekrabbelt sind - und das nach über 15 Jahren!

Um diese Wanderungen und die dabei auftretenden Konflikte mit menschlichen Aktivitäten, wie z.B. der Fischerei besser zu verstehen, führt die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA) zusammen mit dem spanischen Forschungsunternehmen KAI Marine Services ein Programm durch, welches zum Ziel hat, die Schildkrötenpopulation im südwestlichen Mittelmeer zu beproben und einige Tiere mit Satellitensendern zu versehen.
Während der zu Ende gegangenen Sommerkampagne 2012 mit dem Forschungskutter Toftevaag, einem 102 Jahre alten Segler, wurden 6 Schildkröten mit Sendern versehen. Die Sender übertragen nun täglich die Position des Tieres und speisen sie in eine Datenbank und eine Internetseite ein. Die Schildkröte namens HYDRA, die mit Hilfe der HYDRA-Meeresbiologen Boris Unger und Christian Lott am 1. August gefangen, besendert und wieder freigelassen wurde, hat mittlerweile eine Strecke von mehr als 1500 km zurückgelegt und schwimmt derzeit Richtung Nordosten, geradewegs auf Elba zu...

 

Ricardo Sagarminaga (KAI Marine) und Christian Lott (HYDRA) entlassen die Schildkröte HYDRA, die auf ihrem Panzer den Satellitensender trägt.

Die derzeitige Position der Schildkröte HYDRA findet Ihr hier:
http://www.seaturtle.org/tracking/index.shtml?tag_id=96215&full=1&lang=
 

Mehr über KAI Marine Services, die Forschungsprogramme und die Toftevaag gibt es unter:
http://www.facebook.com/KAI.Expeditions?ref=hl
http://www.kaimarineservices.com/index_BG.php

 

 


Plötzlicher Korallentod

Wie Sediment Korallen tötet

 

 

Ein gesundes Korallenriff (links) ist ein sehr diverses und reiches Ökosystem. Der Eintrag von Sedimenten, die reich an organischem Material sind, verklebt die Riffe, die in der Folge stark degradieren. Fotos: B. Unger, C. Lott/HYDRA


Korallenriffe bilden die größten von Lebewesen geschaffenen Strukturen auf unserer Erde. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt und sind durch Urbanisierung der Küsten, Abholzung und zunehmende Erwärmung und Versauerung der Meere akut bedroht.

Eine besondere Rolle spielt dabei der Eintrag von Sedimenten aus dem Hinterland. Nach starken Regenfällen werden feine Mineralpartikel, Nähstoffe und organisches Material bis weit in die Riffe eingetragen und landen auf den empfindlichen Korallen. Es gibt aber durchaus küstennahe Riffe, die an einen ständigen Sedimenteintrag angepasst sind und eine gesunde und artenreiche Lebensgemeinschaft bilden. Beobachtungen zeigen jedoch, dass Riffkorallen, die Sedimenten mit erhöhtem Nähstoffeintrag, beispielsweise aus der Landwirtschaft ausgesetzt sind, nach Flutereignissen binnen weniger Tage absterben.

Miriam Weber (HYDRA/MPI) ging zusammen mit Kollegen am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen und am Australischen Meeresforschungszentrum AIMS in Townsville der genauen Ursache für den plötzlichen Korallentod nach: „In Experimenten fanden wir heraus, dass eine Erhöhung des organischen Gehalts um nur ein Prozent die betroffene Koralle innerhalb nur eines Tages unwiderruflich schädigt. Dafür reicht eine nur zwei Millimeter dünne Sedimentschicht aus. Korallen, die von organisch armem Sediment bedeckt werden, können dies hingegen viele Tage ertragen und schließlich das Sediment wieder beiseite schieben. Zunächst vermuteten wir, dass die Bildung giftigen Schwefelwasserstoffs die Koralle schädigt und letztlich tötet. Unsere Messungen und die folgende mathematische Modellierung ergaben aber ein ganz anderes Szenario: Landet organisch reiches Sediment auf der Koralle, dringt kein Licht mehr an das Gewebe und die symbiontischen Algen stellen ihre Photosynthese ein. Mikroorganismen im Sediment zehren den Sauerstoff restlos auf, zersetzen das organische Material und bilden dabei Säuren. Die Folge: der pH-Wert sinkt. Nun beginnen kleine Bereiche des Korallengewebes abzusterben. Erst jetzt steigt der Gehalt an giftigem Schwefelwasserstoff schnell an, verursacht durch den mikrobiellen Abbau des toten Korallengewebes. Das starke Zellgift schädigt nun auch die benachbarten Bereiche und nach 15 bis 24 Stunden ist die sedimentbedeckte Koralle tot. Überraschend und erschreckend dabei ist, dass Sauerstoffmangel und eine leichte Ansäuerung des Milieus ausreichen, um die Korallen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Angesichts zunehmender globaler Versauerung der Ozeane und des abnehmenden Sauerstoffgehalts in Küstengewässern gewinnt diese Erkenntnis eine noch größere Tragweite.“

Korallen, die von Sediment mit erhöhtem organischem Gehalt bedeckt sind, sterben schnell ab. Fotos: M. Weber/HYDRA


Die Studie wurde in den Proceedings of the National Academy of Sciences der USA veröffentlicht und steht zum freien Download zur Verfügung:

Miriam Weber, Dirk de Beer, Christian Lott, Lubos Polerecky, Katharina Kohls, Raeid M. M. Abed, Timothy G. Ferdelman and Katharina E. Fabricius (2012)
Mechanisms of damage to corals exposed to sedimentation
PNAS 2012; published ahead of print May 21, 2012, doi:10.1073/pnas.1100715109

http://www.pnas.org/content/early/2012/05/18/1100715109.abstract

Kontakt: Dr. Miriam Weber, HYDRA Institut für Meereswissenschaften, Elba Field Station, m.weber@hydra-institute.com
 

Miriam Weber misst den Effekt von Sedimentation auf Korallen direkt im Great Barrier Reef. Foto: C. Lott/HYDRA

 

 


 

Lieblingsspeise: Gift!

Elba-Wurm lebt von Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid

 

 
Der Oligochät Olavius algarvensis lebt im Küstensand vor der Insel Elba. Symbiontische
Bakterien unter seiner Haut verleihen ihm die schneeweiße Farbe.


Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von HYDRA, aus Freiburg, Greifswald und den USA herausgefunden, dass Olavius algarvensis, ein kleiner Meereswurm, seine Energie aus Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid bezieht. Streng genommen schickt der mit dem Regenwurm verwandte Wenigborster, der vor der Küste Elbas im flachen Wasser im Sand lebt, Millionen kleiner Helfer vor. Olavius algarvensis beherbergt unter seiner Haut verschiedene Bakterien, die diese ansonsten für Tiere giftigen Stoffe aufnehmen und deren Energie zum Aufbau von Nahrung nutzen. Der Wurm selbst kann gar nicht mehr fressen. Im Laufe der Evolution hat er Mund, Darm und After komplett reduziert und wird ausschließlich von seinen Symbionten versorgt.

Manuel Kleiner und seine Kollegen haben in der nun veröffentlichten Arbeit (PNAS/doi/10.1073/pnas.1121198109) die Stoffwechselwege des Wurms und seiner bakteriellen Untermieter mittels Metaproteomik und Metabolomik untersucht, und konnten dabei zum ersten Mal nachweisen, dass einige Symbionten neben Wasserstoff und Schwefelwasserstoff offensichtlich auch Kohlenmonoxid als Energiequelle nutzen. Zunächst skeptisch untersuchte das Team die Sedimente Elbas auf das giftige Gas, welches dann prompt in aureichend hoher Konzentration nachgewiesen werden konnte. Dass auch Wasserstoff in chemosynthetischen Symbiosen von Bakterien und Tieren als Energiequelle genutzt werden kann, war von der Arbeitsgruppe Symbiose am MPI erst kürzlich an Tiefseemuscheln entdeckt worden. Die Rolle für Flachwasserorganismen in „normalem“ Strandsediment lässt sich nun erst erahnen.

Die Leiterin der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Nicole Dubilier betont die Bedeutung der interdisziplinären Herangehensweise in einem Team von Fachleuten. „Der Wurm dient uns als Beispiel für die Kraft der Evolution. Durch Anpassung und Selektion hat sich im Laufe von Millionen Jahren ein optimal angepasstes Wirt-Symbionten-System entwickelt. Und wenn wir andere komplexe Symbiosen, wie die im menschlichen Darm, verstehen wollen, könnten diese scheinbar schlichten Meereswürmer ein gutes Modellsystem sein“.

Originalartikel:
Metaproteomics of a gutless marine worm and its symbiotic microbial community reveal unusual pathways for carbon and energy use
Manuel Kleiner, Cecilia Wentrup, Christian Lott, Hanno Teeling, Silke Wetzel, Jacque Young, Yun-Juan Chang, Manesh Shah, Nathan C. VerBerkmoes, Jan Zarzycki, Georg Fuchs, Stephanie Markert, Kristina Hempel, Birgit Voigt, Dörte Becher, Manuel Liebeke, Michael Lalk, Dirk Albrecht, Michael Hecker, Thomas Schweder, Nicole Dubilier
Proceedings of the National Academy of Science
doi/10.1073/pnas.1121198109

Hier das Link zum Download des Papers (Open Access)

http://www.pnas.org/content/early/2012/04/03/1121198109.full.pdf+html

 


Quellen des Lebens im Toten Meer

Erste wissenschaftliche Tauchexpedition entdeckt reiche Mikrobengemeinschaften

Expeditionleiter Dr. Danny Ionescu birgt die ersten Proben aus Süßwasserquellen am Grund des Toten Meeres

425 Meter unter dem Meeresspiegel, mitten in der Wüste, zehn Mal salziger als die Ozeane liegt das Tote Meer – einer der lebensfeindlichsten Orte unserer Erde. Ein Forscherteam aus Israel und Deutschland unter der Leitung von Dr. Danny Ionescu vom Bremer Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie tauchte zum ersten Mal für eine systematische wissenschaftliche Erkundung ungewöhnlicher Strukturen: Süßwasserquellen am Grund des Toten Meeres. Wo man nichts als Schlamm und bizarre Salzskulpturen vermuten würde – und vor allem lediglich ein paar hundert Bakterien pro Liter Wasser gefunden wurden, gibt es weit mehr Lebewesen, als bisher angenommen. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass eine reiche Gemeinschaft verschiedener Mikroorganismen genau dort gedeiht, wo die Süßwasserquellen in das salzgesättigte Wasser des Toten Meeres einströmen. Im Oktober 2011 wird die nächste Kampagne in diese salzigen Tiefen stattfinden, um zu untersuchen, wie Lebewesen unter diesen extremen Bedingungen offensichtlich gut leben können. Für die tauchenden Wissenschaftler sind die Bedingungen ebenso extrem: Außentemperaturen von über 45°C (im seltenen Schatten), 30 Prozent Salzgehalt und giftiger Schwefelwasserstoff in den Quellen bergen potentielle Gefahren. Etwa 50 Kilogramm zusätzliches Gewicht sind nötig, um eine Person unterzutauchen. Danny Ionescu vom MPI Bremen und Christian Lott von HYDRA tauchen ohne den üblichen Neoprenanzug, aber spezielle Vollgesichtsmasken mit Kommunikationseinheit sind Pflicht, um die Taucher zu schützen und sie mit ihren Kollegen an der Oberfläche zu verbinden. Ende Oktober gibt es aktuelle Informationen zur diesjährigen Forschungskampagne…

 

Auf der Website des MPI Bremen gibt es die vollständige Pressemitteilung

Sehen Sie sich unser Unterwasservideo an...

 

Dank für die Unterstützung mit Ausrüstung an:

 und        

   


 

Neue Doku im Fernsehen, am 2. September auf ARTE:

Mit HYDRA-Mitarbeitern in die Tiefsee

Abenteuerliche Reise mit spektakulären Bildern und bahnbrechenden Entdeckungen in der Tiefseeforschung

Copyright: Bayerisches Fernsehen

 

LEBEN AM LIMIT - Geheimnisse der Tiefsee

LA VIE EXTREME - Les mystères des abysses

(LIFE AT THE LIMIT - Secrets of the deep)

 

auf ARTE, Freitag, 2. September 2011, 21.45 Uhr

 


Leben am Limit / La vie extrême
(Deutschland, 2011, 52mn)
Bayerisches Fernsehen
Regie: Florian Guthknecht

on ARTE.tv


16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

 


 

 

Neue Erkenntnisse über den Lebensraum Alpenrhein

HYDRA stellt die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprogramms vor

 

 

Von 2009 bis 2011 war HYDRA im Auftrag der Internationalen Regierungs­kommission Alpenrhein der Lebewelt eines der größten Alpengewässer auf der Spur. Damit wurden nicht nur letzte Kenntnislücken zur Rheinfauna geschlossen, das Team ging auch den Defiziten und Verbesserungmöglichkeiten der Lebensräume im und am Alpenrhein auf den Grund. Die im Juli 2011 erschienene Studie*  zum Programm liefert somit auch wichtige Informationen für die künftige Gewässerschutz- und Entwicklungsarbeit an dem regulierten und übernutzten Gebirgsfluss.

 

 

 

* Rey, P., Werner, S., Mürle, U., Becker, A., Ortlepp, J. & J. Hürlimann: Monitoring Alpenrhein. - Basismonitoring Ökologie. Herausgeber: Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA), Projektgruppe Gewässer- und Fischökologie. 150 S. St. Gallen 2011.

 

 

Der Bericht steht für Sie zum Download bereit:

http://www.alpenrhein.net/Publikationen/tabid/68/Default.aspx

 

 


 

 

Message in a Bottle

Schüler des Gymnasium Muttenz, CH, bringen in einer Gemeinschaftsaktion die Flaschenpost N° 292 des "Message Bottle Project" von Jay Little und der Organisation Plastiki aus.

Infos auf unserer Facebookseite und bei Plastiki

 


Co-evolution einer uralten Symbiose zwischen Bakterien und Plattwürmern entdeckt

Sommerliche Strände voller Badegäste, Schwimmer und Sonnenanbeter. Ahnungslos. Denn unter ihren Füßen gibt es noch immer Geheimnisse, die darauf warten, entschlüsselt zu werden...

Mehr als die Hälfte der Biomasse des Plattwurms Paracatenula machen seine bakteriellen Partner aus. Forscher nehmen an, dass die Bakterien und Würmer sich seit über 500 Millionen Jahren in dieser Symbiose co-evolvieren.

Wie Harald Gruber von der Universität Wien und seine Kollegen vorab online in den Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, sind die kleinen Meereswürmer der Gattung Paracatenula voll gestopft mit Schwefel oxidierenden Bakterien. Im Sand vor tropischen und subtropischen Stränden weltweit finden sich viele Arten dieser Plattwürmer. Ihr gemeinsames Merkmal: Sie haben keinen Mund, sie können nicht fressen. Stattdessen beherbergen sie im so genannten Trophosom, einem eigenen Organ in ihrem Innern, Bakterien als Partner. Die Forscher fanden heraus, dass die symbiontischen Untermieter bis über fünfzig Prozent der Biomasse beitragen. Außerdem haben molekulare Untersuchungen ergeben, dass jede Wurmart ihre ganz eigene Bakterienart besitzt. Noch spektakulärer ist es, dass die Verwandtschaftsverhältnisse von Würmern einerseits und Bakterien andererseits an den 15 bislang untersuchten Arten aus dem Mittelmeer, dem Roten Meer, aus der Karibik und Australien übereinstimmen! Harald Gruber und Kollegen folgern, dass diese Plattwurmgruppe seit mehr als 500 Millionen Jahren, also seit der Aufspaltung der Plattwürmer, diese Partnerschaft mit Bakterien entwickelt und co-evolviert hat. Sie sehen diese Würmer aus dem “Strandburgensand” als “die älteste bekannte mutualistische Symbiose zwischen Tieren und Bakterien, die wahrscheinlich bis zur frühen Evolution der Bilateria im späten Ediacarian/frühen Kambrium zurückreicht.”

 

 

 

Published online before print June 27, 2011, doi: 10.1073/pnas.1105347108 PNAS June 27, 2011

Hier das Originalpaper im Open Access zum downloaden:

http://www.pnas.org/content/early/2011/06/22/1105347108

 

 


Meeresbiologische Kurse offiziell als

Univeranstaltung anerkannt

Seit 2011 neue Kursmodule zum Tauchen als wissenschaftliche Methode

in Kooperation mit der Uni Tübingen

Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Nico Michiels, Institut für Evolution und Ökologie, werden die meeresbiologischen Kurse am HYDRA Institut für Meereswissenschaften ab sofort in das Studium der Bio- und Geowissenschaften der Universität Tübingen integriert. Die Kurse werden von Dr. Miriam Weber betreut und koordiniert. Sie erhält hierfür einen Lehrauftrag der Uni Tübingen. Damit können die TeilnehmerInnen bei entsprechender Leistung einen benoteten Schein und die entsprechenden credit points nach ECTS erlangen, die von jeder Hochschule in Europa anerkannt werden. Besonders interessant sind die neu geschaffenen Module "Marine Biology Diving Skills Basic" und "Advanced", die dem Studierenden die einzigartige Möglichkeit erschließen, im Rahmen des Studiums wissenschaftliche Freilandarbeit unter Wasser zu erlernen und bis zur sicheren Durchführung eines eigenen Projekts zu vertiefen. Der modulare Aufbau erlaubt es auch, dass Studierende mit entsprechender Vorkenntnis als Quereinsteiger am "Advanced Field Course**" teilnehmen. Die Module stehen Studierenden anderer Hochschulen ebenso zur Verfügung.

Nähere Infos auf der Anmeldeseite und unter ifmhydra-institute.com

 

 


 

Neue Tauchlehrer auf Elba zertifiziert

Prüfung des Verbandes Deutscher Tauchlehrer voller Erfolg

Das HYDRA Institut für Meereswissenschaften gratuliert den frisch gebackenen Tauchlehrern Stefan Häusler, Vincent Kohl und Matthias Schneider zur erfolgreichen TL*-Prüfung und dankt Nico Hüttmann und Andreas Lenich für Ihren Einsatz als Referenten und Prüfer.

 

Vom 11. – 14. Mai 2011 fand am HYDRA Institut für Meereswissenschaften eine offizielle Prüfung zum Tauchlehrer * des Verbandes Deutscher Tauchlehrer e.V. nach der EU-Norm EN/ISO 24802-2 statt. Das Prüfungskomitee unter dem Vorsitz von Nico Hüttmann begutachtete die Fähigkeiten der drei Kandidaten in theoretischen und praktischen Prüfungen bei idealen Wetter- und Meeresbedingungen. Stefan Häusler, Vincent Kohl und Matthias Schneider sind nach bestandener Prüfung nun abnahmeberechtigte Tauchlehrer* des VDTL/Cedip. Den Prüfungen vorangegangen war ein dreitägiges Seminar Tauchmedizin unter der Leitung von Dr. Andreas Lenich für Prüflinge und Prüfer sowie die Mitarbeiter des HYDRA Institutes.

 


Osterspecial im Fernsehen:

Mit der Schauspielerin Wolke Hegenbarth zu den Haien Südafrikas

Unser Dokumentarfilm von Florian Guthknecht in einer zweiteiligen "Extended Version" im Bayerischen Fernsehen

 

Die Langfassung der Hai-Doku, die letztes Jahr mit großem Erfolg auf ARTE und im Ersten lief, kommt an Ostern in zwei Teilen (2 x 30 min) in  "Welt der Tiere" im Bayerischen Fernsehen.

 

„Die Schöne und der Hai“, Teil 1

Ostersonntag, 24. April 2011, 16.00 h, BR

 

„Die Schöne und der Hai“, Teil 2

Ostermontag, 25. April 2011, 16.00 h, BR

 

Weitere infos auf unserer  Documentation Unit Webiste.

 

 


 

 

In einer Woche um die Welt:

Großer Doku-Fünfteiler auf ARTE

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

 

Für Teil 3 „Kanada“ (Mittwoch 23. März, 19.30h) und Teil 4 „Atlantik“ (Donnerstag, 24. März, 19.30h) haben wir uns zusammen mit Florian Guthknecht (BR) in reißenden Flüssen Hunderttausenden von Lachsen gestellt, mit Seelöwen und Seeelefanten getaucht, Riesenoktopus und Wolfsfisch aufgespürt und uns von Buckelwalen „umarmen“ lassen.

Hier die Infos und Sendetermine zur gesamten Serie:

Fünf Kamerateams sind dem 50. Breitengrad, der auch mitten durch Europa führt, einmal rund um die Erde gefolgt. Auf ihrer 30.000 Kilometer langen Reise, immer der Sonne entgegen, haben sie ganze Kontinente durchquert und riesige Ozeane überwunden. Obwohl sich die Expeditionen stets in den gleichen Breiten bewegen, finden sie je nach Region sehr unterschiedliche Klimata und Landschaften vor.

 

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

(1): Zentralasien. Montag, 21. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Mo., 28.03., 14 h) ARTE

(2): Kamtschatka. Dienstag, 22. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Di., 29.03., 14 h) ARTE

(3): Kanada. Mittwoch, 23. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Mi., 30.03., 14 h) ARTE

(4): Atlantik. Donnerstag, 24. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Do., 31.03., 14 h) ARTE

(5): Europa. Freitag, 25. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Fr., 01.04., 14 h) ARTE

 


Bessere Laichgründe für den „Bodensee-Lachs“    

HYDRA startet Interreg IV Programm zur Arterhaltung der Seeforelle

Die Seeforelle konnte zwar als Art gerettet werden, findet aber in den Bodenseezuflüssen noch immer keine guten Reproduktionsbedingungen. Im Auftrag der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodensee­fisch­er­ei (IBKF) untersucht ein Forscherteam unter der Leitung von HYDRA in den nächsten drei Jahren die Laichflüsse Goldach, Bregenzerach, Leiblach, Argen und Rotach. Bestehende Wissenslücken zum Wanderverhalten und zur Reproduktionsbiologie sollen geschlossen werden. Ziel: die Optimierung von Aufwertungs­maß­nahmen zugunsten einer natürlichen Reproduktion der imposanten Fische .

Seeforellen werden fast einen Meter lang, für ihre Laichgruben brauchen sie mindestens einen Quadratmeter lockeren Kiesgrund im Fluss (Foto: S. Werner).

 

 


 

Miriam Weber erhält Auszeichnung

für Wissenschaftskommunikation

HYDRA-Mitarbeiterin belegt dritten Platz beim Preis

"Verständliche Wissenschaft" des Helmholtz-Zentrums Geesthacht

Dr. Miriam Weber (HYDRA), Dr. Stefan Krause (Uni Hamburg), Dr. Dominik Paquet (DZNE) und Prof. Dr.
Wolfgang Kaysser (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), (Foto: GKSS).
 

Nachwuchsforscher stellen ihre Doktorarbeit vor

Alle zwei Jahre vergibt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht den GKSS-Preis „Verständliche Wissenschaft“ an Nachwuchsforscher, die zeigen können, dass sie einem Laienpublikum ihr wissenschaftliches Spezialthema in einfachen Worten erklären können. Der 1. Platz ist mit 2.500 Euro dotiert, und ging in diesem Jahr an den Physiker Stefan Krause, der eine neue Art von Festplatten entwickelt. Den 2. Platz mit 1.500 Euro holte sich der Neurobiologe Dominik Paquet, der über Alzheimer-Forschung mit Zebrafischen berichtete. Miriam Weber, Dozentin und Forschungskoordinatorin bei HYDRA,  nahm Jury und Publikum mit auf die "Spur des Korallenmörders" und erzählte ihre Forschung über die Sedimentwirkung auf Korallen als Detektivgeschichte. Sie errang den mit 1.000 Euro dotierten 3. Platz. Der bundesweit ausgeschriebene Preis für Wissenschaftskommunikation wird alle zwei Jahre vergeben. Bewerbungsunterlagen und nähere Informationen finden sich auf der Website des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (www.gkss.de).

 



VDTL-Tauchlehrer Prüfung auf Zypern

HYDRA-Tauchlehrer nach EN/ISO als TL-Ausbilder zertifiziert

Anfang November fand auf Zypern eine Tauchlehrerprüfung vom Verband Deutscher Tauchlehrer VDTL statt. Nico Hüttmann von Oceanworld organisierte die TL * bis **** -Prüfung vor Ort im Aldiana Club Zypern. Unter optimalen Wetterbedingungen erlebten der VDTL-Vorstand, die Tauchärztin Dr. med. Heike Gatermann und insgesamt sechs Prüflinge eine arbeitsintensive und lehrreiche Prüfungswoche. Nicht zuletzt durch die Herzlichkeit und Offenheit der Prüfer, hatten alle Teilnehmer eine gute Zeit. Nun freut sich der VDTL über zwei neue TL*, einen TL**, einen TL*** und zwei TL****.

Mit der Zertifizierung zum TL**** sind Andrea Werner und Boris Unger vom HYDRA Institut für Meereswissenschaften nun berechtigt alle Tauchbrevets bis zum Tauchlehrer nach der EU-Norm 14413-2 auszubilden. Glückwunsch!!! 

 



Tag der Seegraswiese

 

 

 

Am 8.Oktober gab es am Strand von Fetovaia ein ganz besonderes Ereignis. Der Tag der Seegraswiese, la Giornata della Posidonia,

an dem das HYDRA Institut für Meereswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Strandbar Pino Solitario und dem Acquario dell'Elba die Kinder der Insel aber auch interessierte Besucher eingeladen haben, in die Welt der Seegraswiese einzutauchen.
In Aquarien waren kleine Seegraswiesen und typische Bewohner zum direkten Betrachten und anfassen vorbereitet. Eine "Vorlesung" mit Beamerpräsentation hat auch die Kleinsten über die ökologischen Zusammenhänge dieses wichtigen Lebensraumes informiert. Und schließlich konnten sich Klein und Groß an den eigens aufgebauten ZEISS Stereomikroskopen in den faszinierenden Mikrokosmos der Seegraswiese vertiefen.

 

 


Coastal Cleanup Day

HYDRA war dabei!

Am 25.09.2011 hat die internationale Organisation Oceanconservancy zum Aufräumen an allen Stränden der Welt aufgerufen - zum Coastal Cleanup Day.

An unserer Feldstation auf der Insel Elba haben wir dies zum Anlass genommen, bereits laufende Sammelaktionen an touristisch nicht genutzten, von Fahrzeugen unerreichbaren Stränden der näheren Umgebung zusammenzufassen und in das Projekt einzubinden. Dabei wurde nicht einfach nur Müll gesammelt, sondern nach den Vorgaben von Oceanconservancy detailliert Protokoll geführt. Die gewonnen Daten fließen in die weltweite Datenbank der Umweltschutzorganisation ein und geben Regierungsbehörden und Forschungsinstituten wertvolle Informationen.

Eine Aktion in Zusammenarbeit mit Giovanni Mortula, der ganzjährig am Strand Le Tombe Müll sammelt; das „Sommerteam“ des HYDRA Institut für Meereswissenschaften, das den Müll am Coastal Cleanup Day gesammelt und protokolliert hat und für den Seetransport zum erschlossenen Strand von Fetovaia gesorgt hat; die Vereinigung Costa del Sole mit Sergio Galli, die das Projekt unterstützen; die Gemeinde Campo nell‘Elba, die den Müll, initiiert von Giovanni Lupi, von Fetovaia abtransportiert hat.


Internationale Experten trafen sich auf Elba

Interdisziplinärer Workshop zum Thema Sand

Aus dem Programm:

"The aim of the workshop is to bring together experts in their field in an intimate and intensive working atmosphere and to open participation to a limited number of junior scientists and outstanding students. In a two-week hands-on workshop all participants should have any possibilities to share knowledge, to learn and teach, to develop new views and to integrate their own capabilities into a broader interdisciplinary framework. Some of the invited scientists have been in the field for well more than 30 years, so another aspect is the transfer of experience as well as maybe unconventional thoughts to the next generation of researchers.
The HYDRA Field Station will provide the logistics on Elba and organize, with the kind support of the Park Authority of the National Park Tuscan Archipelago and the Municipality of Campo nell’Elba, access to the protected area of the Island of Pianosa and set up a field camp."

 

Am 29. April gab es am Strand von Fetovaia einen "Tag des Sandes", um die lokale Bevölkerung Elbas und vor allem Kinder und Jugendliche in die Aktivitäten des Workshops mit einzubinden. Über zweihundert Jugendliche von der Insel Elba und von außerhalb hatten sich am Strand versammelt und ließen sich in die Geheimnisse des Sandes einweihen.

Nähere Informationen gibt es hier.

 


 

 

It's shark time!

 

Zwei unserer großen Fernsehproduktionen des letzten Jahres sind angelaufen!

 


Ausstrahlungstermine:

 

Die Schöne und der Hai - La belle et les requins

am 05. Juli 2010, 20:15h in der ARD.

 

Riesenhaie - Sanfte Giganten  -  De si gentils requins

lief bereits am Fr., 2. April 2010, 19.30 h auf Arte. Wiederholung demnächst im Bayerischen Rundfunk.

 

Die Schöne und der Hai - La belle et les requins

Die Premiere lief am Fr., 16. April 2010, 19.30 h und am 23. April 2010, 14.00 h ebenfalls auf Arte.

The Making of "Die Schöne und der Hai"

war am 4. Mail 2010, um 17.00 h im Bayerischen Fernsehen BR zu sehen.

 

weitere infos...

 

 



Symbiose ist überall

Zusammenschau der chemoautotrophen Symbiosen von Meerestieren erschienen

 

Was haben Tiefseevulkane, versunkene Walkadaver und die flachen Sandböden um die Insel Elba gemeinsam? All diese Lebensräume beherbergen eine reiche Lebensgemeinschaft von Tieren, die mit Bakterien eine obligate Beziehung eingegangen sind und sich so unabhängig von der Sonnenenergie ernähren können, sogenannte chemoautotrophe Symbiosen.

Wie Nicole Dubilier, Claudia Bergin (beide MPI Bremen) und Christian Lott (HYDRA) in der aktuellen Ausgabe von Nature Reviews Microbiology berichten, kennt man inzwischen mindestens 7 Tiergruppen, in denen sich eine solch innige Beziehung mit Bakterien etabliert hat. Ein evolutionär äußerst erfolgreiches Konzept, welches den Tieren, die meist Ihr Verdauungssystem ganz oder teilweise reduziert haben, über Umwege erlaubt, Energie aus reduzierten Schwefelverbindungen oder aus Methan zu nutzen. Erstmals entdeckt wurden diese bis dahin undenkbaren Lebensstrategien vor 30 Jahren an „Black Smokers“, Austrittsstellen sulfidreicher Thermalwässer an Tiefseevulkanen bei den Galapagosinseln. Bald darauf wurden auch in flachen Sandböden Muscheln und Würmer beschrieben, die in Symbiose mit Schwefelbakterien leben. Die Arbeitsgruppe von Nicole Dubilier am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen erforscht die Symbiosen von Muscheln, Schnecken und Würmern an Tiefsee-Lebensräumen wie den Vulkangebieten des Mittelozeanischen Rückens, an Methanquellen, Walkadavern und Holzresten. In ihrer Arbeitsgruppe untersucht Christian Lott die Symbiose darmloser Oligochäten in den Sandböden um die Insel Elba.

Foto links unten: MPI/A.Blazejak

Literatur:

Symbiotic diversity in marine animals: the art of harnessing chemosynthesis

Nicole Dubilier, Claudia Bergin and Christian Lott

Nature Reviews Microbiology, Vol 6, Oct 2008, 725-740

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